Was Du mitbringen solltest.
Wenn Du Netzelektriker/in werden willst,
musst Du Interesse an der Technik, ein Flair für Mathematik und vor allem
Freunde an handwerklicher Arbeit haben. Ebenso wichtig wie eine geschickte Hand
ist aber auch Naturverbundenheit. Du arbeitest nämlich grösstenteils im Freien
und musst deshalb robust und wetterfest sein. Da Du fast ausschliesslich in der
Gruppe unterwegs bist, stellt Teamfähigkeit eine weitere wichtige Voraussetzung
dar. Flexibilität und ein Sinn fürs Praktische helfen Dir bei Deinen
vielseitigen Arbeiten am Netz.
Voraussetzung für eine dreijährige Lehre
als Netzelektriker/in ist der Abschluss der obligatorischen Schulzeit. Die
praktische Ausbildung erhältst Du im Lehrbetrieb. Neben den vielfältigen
Arbeiten an elektrischen Leitungen und Einrichtungen aller Art umfasst sie auch
eine mechanische Grundausbildung sowie einfache Mauerer und Forsterarbeiten. Du
musst aber auch Pläne lesen und zeichnen lernen und mit den modernen
Hilfsmitteln des Netzelektrikers umgehen können. Allenthalben bedienst Du
nämlich auch Funkgeräte, Leitungszugwinden, Hebe- und Kranfahrzeuge sowie
elektronische Test- und Messgeräte.
Einen Tag pro Woche gehst Du in die
Berufsschule. Dort bekommst Du die theoretischen Grundlagen für Deinen Beruf.
Neben Allgemeinbildung und Berufskunde wirst Du in den Fächern Elektrotechnik,
Fachzeichnen, Mathematik, Informatik, Physik, Chemie und Werkstoffkunde
unterrichtet. Wenn Du die Lehrabschlussprüfung erfolgreich bestehst, erhältst Du
das eidgenössische Fähigkeitszeugnis als Netzelektriker/in.
AUSBILDUNG
Grundlage
Eidg. Reglement vom 6.2.1996
Dauer
3 Jahre
Bildung in beruflicher Praxis
Im Lehrbetrieb
Schulische Bildung
1 Tag pro Woche an der Berufsfachschule
Berufsbezogene Fächer:
Mathematik
/ Informatik, Fachzeichnen, Physik / Chemie / Werkstoffkunde,
Elektrotechnik, Berufskunde (Elektrizitätsgesetz, Materialkunde,
Arbeitstechniken und -sicherheit)
Berufsmatura
Bei sehr guten schulischen Leistungen kann während der Grundbildung die Berufsmaturitätsschule besucht werden.
Abschluss
Eidg. Fähigkeitszeugnis "Gelernte/ r Netzelektriker/in"
Weiterbildung/Kurse
Angebote von Fachverbänden, Berufs- und Fachschulen sowie von Unternehmen der Elektrizitätsbranche
Berufsprüfung (BP)
Netzfachmann/-frau mit eidg. Fachausweis, Instandhaltungsfachmann/- frau mit eidg. Fachausweis
Höhere Fachprüfung (HFP)
Dipl. Netzelektrikermeister/in, Dipl. Instandhaltungsleiter/in
Höhere Fachschule
Studiengänge in verwandten Fachrichtungen; z.B. Dipl. Techniker/in HF Elektrotechnik, Dipl. Techniker/in HF Energietechnik
Fachhochschule
bei
entsprechender schulischer Vorbildung Studiengänge in verwandten
Fachrichtungen; z.B. Bachelor FH in Elektrotechnik, Bachelor FH in
Gebäudetechnik (Studienrichtung Gebäude- Elektroengineering)
Berufsverhältnisse
Netzelektriker
sind bei Elektrizitäts-, Telekommunikationsunternehmen,
Verkehrsbetrieben sowie Firmen für Kabel- und Freileitungsbau tätig.
Netzelektrikerinnen haben grundsätzlich geregelte Arbeitszeiten.
Sie leisten aber auch Pikettdienst. Bei dringenden Reparaturen oder Neuanschlüssen müssen sie z.T. in der Nacht arbeiten.
Dank diversen Weiterbildungsangeboten bestehen gute Entwicklungs- und Aufstiegsmöglichkeiten.